Weinberge


Altfränkischer Wengert Randersacker

Die Geburtsstunde des Altfränkischen Wengerts ist eng verbunden mit der Weinbergsbereinigung des Randersackerer Pfülben in den 1980er Jahren: Es sollte eine Ausgleichsfläche im Rahmen der Bereinigung geschaffen werden, die als natürliche Schutzzone für Flora und Fauna fungiert. Für viele Winzer war die Planung dieser Aussparung inmitten der besten Ertragsparzellen zunächst befremdlich, schließlich hätte dieser Bereich bestens bewirtschaftet werden können. Dennoch blieb die Fläche Mitte der 1980er Jahre von den Planierarbeiten verschont. Hier entstand mit dem Altfränkischen Weinberg ein Wengert wie aus Großvaters Zeiten, mit typischen Elementen des fränkischen Weinbaus: Schildmauern, Steinriegel und Treppensteigen aus Muschelkalk, ein Kreuzschlepper sowie ein Dreifaltigkeitsbildstock als Zeichen der fränkischen Frömmigkeit sind ebenso Bestandteil des Wengerts, wie eine Sitznische mit Muschelkalkblöcken und daran angrenzender Staudenbepflanzung. Im Juni 1988 wurde der Museumsweinberg eingeweiht und zählt damit zu den ersten dieser Art in Mainfranken. Der Mischsatz umfasst etwa 75% Riesling , 15% Traminer  und ergänzende Rebsorten wie Gelber Silvaner, Weißer Gutedel, Grüner Muskateller, Ruländer , Weißer Elbling , Blauer Spätburgunder , Blauer Silvaner und Blauer Trollinger. Neben dem Mischsatz beheimatet der Altfränkische Wengert auch die Bukettraube (Buketrebe) als lokale Besonderheit (gezüchtet von Sebastian Englert in Randersacker.

Casteller Bausch

Die ehemalige Besitzerin des Weinbergs gab erst mit 90 Jahren die Verantwortung für den Weinberg an Karl-Hein Reblitzer, dem langjährigen Betriebsleiter des Castell'schen Domänenamtes, ab. Der 2.500 m² große Weinberg wurde zwischen 1918 und 1935 gepflanzt. Unter den knapp 20 verschiedenen Rebsorten befinden sich u. a. Riesling, Silvaner, Gelber und Roter Muskateller, Roter und Weißer Muskateller sowie Agostenga. Die wurzelechten Reben stehen in einem sehr engem Abstand von 1 x 1 Meter. Über Jahre hinweg wurde das Lesegut in einem Gutswein verwendet. Erst im Jahre 2017 wurde es erstmalig im Granitfass separat ausgebaut.

Frickenhäuser Kapellenberg

Der Weinberg wurde im Jahre 2007 von Reinhard Stumpf mit fachlicher Beratung durch Josef Engelhart und Dr. Becker von der LWG Veitshöchheim am Kapellenberg in Frickenhausen gepflanzt. Im Rebsortenspiegel finden sich Riesling (Schlangengraben-Selektion Obermosel), die Silvanervarietäten Grüner Silvaner und Blauer Silvaner, Weißer und roter Elbling, Muskateller, Goldmuskateller, Roter und Weißer Gutedel , Gewürztraminer und Weißburgunder. Reinhard Stumpf akzeptiert dabei die uterschiedlichen Reifestadien und nimmt die Jahrgänge, wie sie  die Natur gibt. Nach Kelterung der Trauben wird der Most in Holzfässern spontan vergoren und ruht dann lange auf der Hefe. Bis in den darauffolgenden Frühjahr hat sich der junge Wein dann von selbst geklärt und kann im Sommer auf Flaschen gefüllt werden. Der 1.350 m² große Weinberg bringt maximal 1000 Flaschen im Jahr.

Frickenhäuser Kapellenberg

Hergolshäuser Mainleite Gewann "Alter Berg"

Der ca. 550 m² große Weinberg wurde um 1920 gepflanzt. Der Rebensatz besteht laut Josef Engelhart von der LWG Veitshöchheim zu 70% aus Weißem Elbling, gefolgt von altem Silvaner, Bacchus, Traminer, Spätburgunder, Domina und  Dornfelder.

Himmelstädter Langenforst

Beim Himmelstädter Langenforst handelt es sich um den einzigen historischer Weinberg im Landkreis Mainspessart. Der Weinberg hat ein Größe von 2.500 m². Er wurde vor über 70 Jahren gepflanzt, unter anderem befinden sich hier die Sorten Gelber und Grüner Silvaner, Weißer Riesling, Traminer und Perle. Im Jahr 2014 haben Jutta und Reinhard Steinmetz diesen damals verwilderten Weinberg gepachtet. In mühevoller Handarbeit haben sie die alten Reben wieder zu neuem Leben zu erweckt. Die Parzelle wird ökologisch bewirtschaftet. Der Wein wird beim VDP Weingut Rudolf May (Slow Food Unterstützer) in Retzbach ausgebaut.

Himmelstädter Langenforst

Ickelheimer Schlossberg Slow Food

Größter Pfahlweinberg Deutschlands mit ca. 1.800 m², gepflanzt ca. 1930. Der Weinberg befindet sich im Besitz der Familie Heinlein, die auch das Gasthaus „Goldenes Kreuz“ in Ickelheim betreibt. Bewirtschaftet wird der Weinberg seit dem Jahr 2014 von Rebstockpaten aus dem Slow Food Convivium Hohenlohe-Tauber-Mainfranken, zunächst mit dem Winzer Ulrich Bürks aus Weimersheim, seit 2021 mit Andreas Roppel aus Ickelheim, der auch für den Ausbau des Weines aus 18 Rebsorten sorgt. Im Weinberg finden sich die Silvanervarietäten Grüner, Gelber und Blauer Silvaner, Weißer Elbling, Gelber und Roter Muskateller, Weißer Riesling, Roter Traminer, Adelfränkisch, Weißer Lagler, Weißer Heunisch, Tauberschwarz, Roter Trollinger und Blauer Portugieser sowie zwei unbestimmte Rebsorten. Durch die organische Düngung hat sich der Weinbergsboden in den letzten Jahren stark erholt und weist eine Vielzahl von Kräutern und Tieren auf. U. a. wurde die seltene Schlingnatter im Weinberg nachgewiesen. Nach der Ernte  liegt die Maische eine Nacht, bevor sie schonend abgepresst wird. Der Ausbau erfolgt vollkommen trocken. Aus dem Trester hat Gerhard Horak (Castell) im Jahr 2019 einen Brand hergestellt.

Ickelheimer Schlossberg Slow Food

Ickelheimer Schlossberg Winzerhof Duske

Im Jahr 2013 hat Sabine Duske diesen alten Weinberg am Rande der Frankenhöhe von Frau Eitel gekauft. Frau Eitel hatte den Weinberg mit sehr niedriger Spaliererziehung jahrelang bewirtschaftet. Der Weinberg wird nach den strengen Kriterien von Bioland, dessen Vorstand Frau Duske angehört, bewirtschaftet. Um den Lebensraum von Würmern, Spinnen, Pilzen und anderen Nützlingen zu fördern, wird der Weinberg ganzjährig mit Blühpflanzen, Gräsern, Leguminosen und Kräutern begrünt. Im Rebsortenspiegel finden sich die Silvanervarietäten Gelber, Grüner und Blauer Silvaner, Müller-Thurgau, Roter Elbling, Riesling, Weißer Traminer, Portugieser, Adelfränkisch und Goldmuskateller. 

Ickelheimer Schlossberg Winzerhof Duske

Klingenberger Schlossberg - Vinum Franconium

Der 550 m² große, um 1910 gepflanzte Weinberg wurde von der unterfränkischen Weingästeführerin Gabriele Stahl-Euterner erworben und wieder zu neuem Leben erweckt.
Im sortenreichsten roten gemischten Satz Deutschlands finden sich 16 verschiedene Rebsorten: Fleischtraube, Roter Elbling, Roter Franke (kommt nur noch in Klingenberg vor), Cabernet Sauvignon (im 1. Weltkrieg aus Frankreich mitgebracht und in Klingenberg auch als Franzosenrebe bezeichnet), Silvaner, Blauer Kölner, Roter Gutedel, Honigler, Trollinger, Blauer Urban, Bukettrebe, St. Laurent, Frühburgunder, Portugieser, Spätburgunder und eine noch unbekannte Traubensorte.
Die Trauben werden im nahe gelegenen Bio-Weingut Stritzinger ausgebaut.


Klingenberger Schlossberg - Vinum Franconium

Klingenberger Schlossberg Altrod

Der 900 m² große Weinberg im Klingenberger Schlossberg wurde um 1930 gepflanzt. Der hauptsächlich rote Rebsortenspiegel umfasst Portugieser (80%), Spätburgunder (15%), St. Laurent (4%) und neun Stöcken unbenannter Sorten mit weißen bzw. hellroten Trauben. Die Reben sind zu 60 % noch wurzelecht. Abgestorbene Stöcke ersetzt der Winzer mit Spätburgunder und Cabernet Sauvignon. Die Vergärung erfolgt möglichst spontan im Holzfass, mindestens drei Monate Lagerung auf der Feinhefe folgen.

Klingenberger Schlossberg Altrod

Machtilshäuser Sommerleite

Der ca. 800 m² große Weinberg am Rande des fränkische Weinbaugebiets in einem Seitental der Saale wurde um 1919 gepflanzt. In der extremen Steillage finden sich Gutedel, Silvaner, Muskateller, Roter Elbling, Scheurebe und weitere, unbekannte Rebsorten. Die Scheurebenstöcke sind wurzelecht und laut Josef Engelhart von der LWG Veitshöchheim die ältesten Deutschlands. Der Ausbau erfolgt im Weingut Wallrapp in Theinheim.

Oberschwappacher Sommertal

Der Weinberg in 300 Meter Höhe am Steigerwaldrand hat eine Neigung von ca. 30 ° Richtung Südwest. Stockabstand und Zeilenbreite betragen gerade einmal 90 Zentimeter. Die Reben haben sehr kurze Noidenabstände. Im Rebsortenspiegel finden sich die Silvanervarietäten Gelber, Grüner, Blauer und Roter Silvaner, sowie einige, noch nicht bestimmte Rebsorten. Die kleinen, Trauben mit ebenfalls kleinen Beeren liefern im Schnitt 50 - 55 hl/ha. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank ohne Schnickschnack. 

Oberschwappacher Sommertal, Otmar Schmelzer

Otmar Schmelzer hegt am nördlichen Rand des Steigerwalds einen 1930 gepflanzten, wurzelechten gemischten Satz. Der Rebsortenspiegel des ca. 1.250 m² großen Weinbergs umfasst Gutedel, Gewürztraminer, Muskateller, Grüner SIlvaner, Ebling und andere, nicht bestimmte Rebsorten.


Oberschwarzacher Herrenberg

1.600 m²  großer Pfahlweinberg, gepflanzt im Jahre 1935, im Handtal am Rande des Steigerwalds. 2002 erhielt Manfred Baumann den Weinberg zur Pacht angeboten. Barbara Baumann und Josef Engelhart (LWG Veitshöchheim) erkannten die Besonderheit dieser Parzelle. Im Weinberg finden sich 13 Rebsorten: Roter und Weißer Elbling, Roter, Blauer und Grüner Silvaner, Roter und Weißer Gutedel, Traminer, Roter und Weißer Riesling, Heunisch, Roter und Weißer Muskateller. Die Reben stehen in pfahlunterstützer Kopferziehung. Die Düngung erfolgt überwiegend organisch, die Parzelle ist umfangreich begrünt. Man findet Ackergoldstern, Persisches Ehrenpreis, Adonisröschen und Weinbergstulpen. Der Ausgangsmost wird durch Absetzen vorgeklärt und spontan vergoren. Der Wein liegt lange auf der Feinhefe. Ansonsten wird er keinen gestalterischen Maßnahmen unterzogen, um ihn möglichst so auszubauen, wie es früher üblich war.

Oberschwarzacher Herrenberg

Ramsthaler Sankt Klausen

Der Weinberg wurde im Jahr 1910 gepflanzt und umfasst ca. 1.000 m². Die Reben stehen in Schenkel-Kopferziehung in einem niedrigen Drahtrahmen mit niedriger Zeilenbreite. Einzelne Stöcke stehen aber noch in Pfahlerziehung. In der Parzelle wachsen über 30 Wildkräuter, die gelegentlich mit der Motorsense gemäht werden. An Rebsorten finden sich Weißer Lagler, Gutedel, Heunisch, Muskateller, Riesling, Trollinger und Silvaner, daneben weitere Einzelstöcke, z. B. die überaus seltene Ahorntraube. Der Most wird spontan vergoren. Der Wein wird stets trocken ausgebaut, liegt länger auf der Feinhefe, wird der Abfüllung geschönt und gefiltert.

Ramsthaler Sankt Klausen

Randersackerer Pfülben

Ca 500 m² großer Weinberg im alten fränkischen Satz. Pflanzjahr: zwischen 1910 und 1920. Im Rebsortenspiegel finden sich die Silvanervarietäten Grüner , Gelber und Blauer Silvaner , Weißer Elbling, Müller-Thurgau, Kleinberger und Gutedel.

 

Rimbacher Alter Satz

Vermutlich ältester Weinberg Frankens, gepflanzt im Jahre 1835. Den Hauptanteil der 35 verschiedenen Rebsorten stellt der Weiße Elbling. Danach folgen Grüner Silvaner, Blauer Silvaner, Weißer Traminer, Riesling, Weißer Gutedel, Roter Gutedel, sowie bislang nicht identifizierte weiße Rebsorten. Der älteste noch existierende Mischsatz Deutschlands – ein Juwel – sollte 1990 eigentlich gerodet werden. Otmar Zang erkannte aber den Wert des Weinbergs und pachtete ihn von seinem Mitarbeiter Georg Hufnagel. Die von der Natur aus niedrigen Erträge werden so spät wie möglich gelesen. Dabei ist der Reifezustand des Elblings entscheidend. Im Keller liegt der Wein sehr lange auf der Feinhefe zur Förderung seiner Cremigkeit und Ausdrucksstärke.

Rimbacher Alter Satz

Rottendorfer Kehlberg

Der 2.500 m² große Weinberg ist seit 1901 im Familienbesitz und hat den ältesten Rebbesatz im Landkreis Würzburg. Jahrelang lag er im Dornröschenschlaf, bis sich Peter Vogel in den letzten Jahren intensiv mit der Restaurierung befasst hat. Während die Bayrische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ihm angeraten hatte, jede zweite Zeile rauszureißen, um den Weinberg maschinell bewirtschaften zu können, entschied sich Peter Vogel „bewusst dagegen“. Der Zeilenabstand beträgt deshalb teilweise nur 70 cm, die Reben können damit nur von Hand bewirtschaftet werden. 2012 wurde nach Vorbild der Champagne eine neue Drahtanlage eingezogen. Dort muss auf geringer Fläche ebenfalls eine Vielzahl von Rebstöcken wachsen. Josef Engelhart und Andreas Jung bestimmten  im Rottendorfer Kehlberg Gelben, Roten und Blauen Silvaner, Roten Traminer, Elbling, Putzschere, Bukettrebe, Vogelfränkisch, Muskateller, Riesling und Müller Thurgau.


Sander Himmelsbühl

Familie Rippstein besitzt diesen Weinberg erst seit 2018 und bewirtschaftet ihn seither ökologisch. Im ca. 400 m² großen Weinberg finden sich die Silvanervarietäten Riesling, Elbling, Müller-Thurgau und eventuell weitere, noch nicht identifizierte Rebsorten. 

Seinsheimer Hohenbühl

Werner Emmerich kaufte die 1.600 m² große Parzelle am Fuße des Bullenheimer Berges 1992. Es handelt sich hierbei um einen alten Silvanerweinberg der in drei Etappen in den Jahren 1900, 1935 und 1955 gepflanzt wurde. Es handelt sich vermutlich um einen  der ältesten Mischsätze Deutschlands. Im Rebsortespiegel finden sich zu 85 % wurzelechte Silvanerreben vom Gelben, Grünen, Roten und Blauen Silvaner sowie Elbling, Muskateller, Riesling und Traminer. Die Bewirtschaftung erfolgt schonend durch Einsaaten und natürliche Dauerbegrünung, die als organisches Düngemittel dient. Der Ertrag liegt durchschnittlich bei nur 35 hl/ha. bei Der Most wird im Keller spontan vergoren und macht den biologischen Säureabbau durch. 

Steinbacher Nonnenberg

Ein ca. 450 m² großer Weinberg in drei Terrassen ("Schränken"), die nur über eine schmale und sehr steile Treppe zu erreichen sind. Gepflanzt um 1925. Identifiziert sind Grüner und Gelber Silvaner, Weißer Heunisch, Weißer Elbling, Müller-Thurgau, Trollinger, Blauer Kölner, Blauer Tokajer, Burgunder und Roter Gutedel. Einige Reben sind noch nicht bestimmt, darunter vermutlich ein Blauer Elbling. Der "Alte Satz aus der Terrassensteillage" reift lange auf der Feinhefe im Edelstahltank, bevor er im September in den Verkauf kommt.

Steinbacher Nonnenberg

Sulzfelder Creutz

Zwei Weinberge mit jeweils 1000 m2. Der eine wurde bereits 1870, der zweite 1921 gepflanzt. Beide Weinberge enthalten alte Silvanerreben.

Thüngersheimer Scharlachberg

Der 828 m² große Weinberg wurde im Jahre 1995 gepflanzt. Über die vorhandenen Rebsorten herrscht noch kein genaues Bild, da der Weinberg erst wieder aufgebaut werden musste. Die bisherige Vermutung von Josef Engelhart ist - Silvaner, Bukettrebe, Weißburgunder, Trollinger, Muskateller, etc. Ein Gemisch von zehn verschiedenen Rebsorten, das für den alten fränkischen Satz qualifiziert. 

Thüngersheimer Scharlachberg

Ulsenheimer Huttenberg

Im Jahr 2017 von Wolfgang Bergmann neu gepflanzter Fränkischer Satz.  Der Grund lag im Interesse von Wolfgang Baumann am Traminer. Bei der Recherche über alte Rebsorten stieß er auf den Alten fränkischen Satz. Der  nach Süden ausgerichtete Weinberg umfasst 750 m² und ist mit Traminer, Silvaner, Adelfränkisch, Muskateller und Bukettrebe bepflanzt. Die erste Ernte erfolgte im Jahr 2019, in Jahr 2020 kam der Wein in den Verkauf.

Wipfelder Zehntgraf

Ursprünglich hieß die Parzelle Johannisweinberg, maß ¾ Morgen und gehörte der Kirche. 1585 wurde sie urkundlich mit einem Zehnt von einem halben Eimer (32 Liter) je Morgen belegt. „Anno Domini 1723 am 3. März“ ersteigerte Johann Jäckisch ¼ Morgen und 10 Gerten für 20 Gulden. Die übrigen Teile gingen an drei andere Bieter. Alle vier neuen Besitzer sollten neben dem Kirchweg gemeinsam eine mindestens sechs Schuh hohe Mauer errichten mit nicht mehr als zwei Türen. Dafür sollten sie vier Jahre von aller Schätzung befreit sein. Die Mauer steht heute noch. Der Weinberg ist also sozusagen ein clos, französisch für einen umfriedeten Weinberg.
Der Weinberg  umfasst  ca. 1.875 m². Die tief im Boden vergrabenen Stöcke stehen in einem Tragrahmen mit zwei Halbrahmen. Die neun Hauptrebsorten sind Weißer und Roter Elbling, Grüner und Blauer Silvaner, Riesling, Traminer, Muskateller, Blauer Spätburgunder und Blauer Portugieser. 80 Stöcke Kerner wurden 2007 identifiziert und inzwischen durch Muskateller, Blauen Silvaner und Adelfränkisch ersetzt. Herbert Schneider lässt den Wein bei der Winzergenossenschaft Franken eG ausbauen.

Wipfelder Zehntgraf

Zeller Schlossberg Weingut Götz

Ca. 1.000 m² großer, um 1920 gepflanzter Weinberg. Unter den Rebsorten finden sich Silvaner, Weißer Elbling, Adelfränkisch, Vogelfränkisch, Kleinweiß, Ahorntraube, Hartschwarz, Möhrchen, Blauer Scheuchner (Primitivo bzw. Zinfandel), Rotholziger Trollinger und Portugieser.

Zeller Schlossberg Weingut Scholtens

Das Weingut Scholtens besitzt drei Parzellen im Zeller Schlossberg, die um 1910 gepflanzt wurden. In mühevoller Arbeit wurden die Weinberge wieder belebt, alte Weinbergsmauern neu aufgebaut. Unter den identifizierten Rebsorten finden sich Grüner, Gelber, Roter und Blauer Silvaner, Weißer Heunisch, Adelfränkisch, Vogelfränkisch, Trollinger, Portugieser, Spätburgunder, Elbling, Sankt Laurent, Gutedel und Blauer Kölner. Nachgepflanzt wurden Hartblau, Süßschwarz, weißer Räuschling, Grünfränkisch, gelber Kleinberger, Roter und weißer Muskateller, Weißer Lagler, Roter Veltiner, Ratus, Roter und Weißer Traminer, Renniel, Weißer Gänsefuß, Roter Räuschling, Bouvier, Früher blauer Leipziger, Roter Gutedel, Wildbacher und Chasselas.

Zeller Schlossberg Weingut Scholtens